Sportbegeisterte und Profis weltweit stellen sich diese Frage immer häufiger, da Padel rasant an Popularität gewinnt. Auch inden Niederlanden ist der Sport stark im Kommen und die Zahl der Spieler und Plätze wächst rasant. Aber hat Padel auch eine Chance auf einen Platz auf der größten Sportbühne der Welt: den Olympischen Spielen?
Explosives Wachstum von Padel in den Niederlanden
Padel ist längst keine Nischensportart mehr. Weltweit gibt es mittlerweile mehr als 25 Millionen aktive Spieler in 110 Ländern. Die Infrastruktur wächst mit: Es gibt bereits mehr als 40.000 Padelplätze, mit einem jährlichen Wachstum von 26 %. Auch in den Niederlanden ist der Sport auf dem Vormarsch: Mittlerweile gibt es mehr als 500 Padelplätze und Hunderte von Vereinen bieten Padel an.
PadelNL, Teil des KNLTB, setzt sich aktiv für den weiteren Ausbau des Sports ein. Ziel ist es, die Reichweite, Sichtbarkeit und Professionalisierung von Padel zu erhöhen – sowohl auf Freizeit- als auch auf Spitzensportniveau.
Investitionen in den niederländischen Padel-Sport
Der KNLTB investiert stark in die Infrastruktur, die Trainerausbildung und den Wettkampfaufbau von Padel. Es werden immer mehr offizielle Wettkämpfe organisiert, und auch in Schulen und Sportvereinen wächst das Interesse rasch.
Ziele für die kommenden Jahre:
- Bekanntheitsgrad steigern: Mehr Niederländer mit Padel bekannt machen.
- Spielerbasis erweitern: von Zehntausenden auf Hunderttausende aktive Spieler.
- Mehr Infrastruktur: Ausbau der Anzahl der Plätze durch Zusammenarbeit mit Vereinen, Gemeinden und Investoren.
- Coaching stärken: mehr Ausbildungen und zertifizierte Padel-Trainer.
- Förderung des Spitzensports: Niederländische Spieler an die internationale Spitze bringen.
Wie wird eine Sportart olympisch?
Um an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können, muss eine Sportart die Kriterien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erfüllen:
- Internationaler Verband & Ethik:
Padel erfüllt diese Kriterien durch dieInternational Padel Federation (FIP), die den Sport weltweit reguliert und mit dem IOC zusammenarbeitet. - Anti-Doping-Regeln (WADA):
Padel wendet über die FIP die Anti-Doping-Regeln derWelt-Anti-Doping-Agentur an. - Keine Kraftfahrzeuge:
Padel wird ausschließlich mit einem Schläger und einem Ball gespielt. - Weltweite Verbreitung:
Dies ist die größte Hürde. Bei den Männern muss der Sport in mindestens75 Ländern auf 4 Kontinenten ausgeübt werden, bei den Frauen in 40 Ländern auf 3 Kontinenten. Obwohl Padel auf fast jedem Kontinent vertreten ist, wird dieses Kriterium noch nicht ganz erfüllt – vor allem bei den Männern.
Wie sieht es mit 2028 und 2032 aus?
Für die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist mindestens sieben Jahre im Voraus die Genehmigung des IOC erforderlich. Da Padel diese Genehmigung nicht rechtzeitig erhalten hat, wird es nicht Teil der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sein.
Es gibt jedoch Hoffnung. Padel hat inzwischen den ARISF-Status (Association of IOC Recognized International Sports Federations) erhalten, ein wichtiger Schritt in Richtung olympischer Aufnahme. Wenn sich die weltweite Verbreitung weiter erhöht und sich der Sport weiterentwickelt, ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane ein realistisches Ziel.
Fazit
Padel erlebt in den Niederlanden und weltweit einen beeindruckenden Aufschwung. Der Sport erfüllt bereits fast alle Kriterien des IOC, bis auf eines: die Mindestanzahl an Ländern, in denen Padel auf hohem Niveau gespielt wird. Wenn auch das gelingt, stehen die Chancen gut, dass Padel 2032 endlich olympisch wird.