Adidas Metalbone 3.5 vs. Metalbone HRD+ 3.5 2026
Der Metalbone ist seit Jahren die Offensivwaffe in der Adidas-Produktreihe, und für 2026 erscheint der Signature-Schläger von Ale Galán in zwei Varianten, die äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden sind: der Standard-Metalbone 3.5 und der Metalbone HRD+ 3.5. Wir behandeln sie in einem einzigen Testbericht, und zwar aus einem einfachen Grund: Sie sind technisch nahezu identisch. Schlagfläche, Rahmen und Form sind gleich. Der einzige wirkliche Unterschied liegt im Kern: hartes EVA gegenüber weicherem EVA.
Bei der Messung fallen zwei Dinge sofort auf. Beide Schläger wiegen in der Praxis etwa 369 bis 370 Gramm, also etwa zehn Gramm mehr als die angegebenen 345 bis 360 Gramm. Das ist kein Produktionsfehler, aber ein Grund, sich nicht auf die Herstellerangaben zu verlassen und jeden Schläger selbst auf die Waage zu legen. Zudem ist der Schwerpunkt mit hohen 27 cm bei beiden Modellen nahezu identisch, was auf eine strenge Qualitätskontrolle hindeutet, wie man sie häufiger bei den größeren Marken sieht.
Das Standardmodell Adidas Metalbone 3.5 2026 ist dank eines weicheren Kerns, der das ganze Jahr über eine angenehme Besaitungshärte beibehält, für die meisten niederländischen Spieler die beste Wahl. Sehen Sie sich das Adidas Metalbone 3.5 2026 auf der Produktseite an.
Der Adidas Metalbone HRD+ 3.5 2026 ist die richtige Wahl für alle, die ein härteres, direkteres Spielgefühl suchen oder häufig auf warmen Plätzen spielen. Sehen Sie sich den Adidas Metalbone HRD+ 3.5 2026 auf der Produktseite an.
Das Weight and Balance System
Ein besonderes Wort zum Balance-System, denn dies ist eine der stärksten Innovationen auf dem aktuellen Markt. Mithilfe von vier Schraubgewichten im Herzen des Schlägers kannst du die Balance selbst einstellen: Gewicht nach oben für mehr Power, Gewicht herausnehmen oder nach unten für mehr Wendigkeit. In der Praxis liegen beide Schläger direkt aus der Verpackung bei einer Balance von etwa 27,1 bis 27,4 cm, und mit ein paar Minuten Feineinstellung bringst du sie auf genau dieselbe Balance. Für nahezu jeden ernsthaften Spieler ist dieses System mehr als ausreichend, um den Schläger ganz nach den eigenen Vorstellungen anzupassen.
Der einzige wirkliche Unterschied: der Kern
Alle Leistungsunterschiede zwischen diesen beiden Schlägern lassen sich auf eine Komponente zurückführen: den EVA-Schaum. Der Standard-Metalbone verwendet einen Soft-Performance-EVA mit mittlerer bis hoher Dichte. Das sorgt für einen etwas stärkeren Trampolineffekt, mehr Ballgefühl und einen größeren Sweetspot.
Der HRD+ verwendet einen dichteren, härteren Schaumstoff, den Adidas als „High Recovery Density“ bezeichnet und der über ein besseres Formgedächtnis verfügt. Dieser harte Schaumstoff sorgt für eine direktere, trockenere Rückmeldung und mehr Kontrolle bei hohen Schlaggeschwindigkeiten, bietet im Gegenzug jedoch einen kleineren Sweetspot und weniger Power bei niedrigeren Geschwindigkeiten.
Warum die Temperatur hier eine Rolle spielt
An dieser Stelle wird die Wahl zwischen den beiden Schlägern praktisch relevant. EVA-Schaum ist temperaturempfindlich, und das wirkt sich in beide Richtungen aus. Grob gesagt wird der Schaum bei Temperaturen über 25 Grad weicher und unter 10 Grad hingegen härter. Weicher Schaum kann bei Hitze unspielbar weich werden, mit zu viel Trampolineffekt, wodurch man die Kontrolle verliert. Harter Schaumstoff wird im Winter hingegen steinhart – schön für den Liebhaber, aber weniger angenehm für den Arm.
Daraus folgt, dass vor allem in den Sommermonaten, wenn bei Hitze gespielt wird, der harte Kern des HRD+ vorzuziehen ist. In den Niederlanden spielen wir elf von zwölf Monaten bei Temperaturen unter 20 Grad, einige Monate sogar unter 10 Grad. Unter diesen Bedingungen behält der weichere Schaumstoff der Standardversion seine Spannung hervorragend bei, und man profitiert gerade von dem zusätzlichen Ballgefühl und dem größeren Sweetspot. Für die Mehrheit der niederländischen Spieler ist daher der Standard-Metalbone die logischere Wahl.
Was uns Galáns Spiel lehrt
Ein interessantes Detail, das diese Argumentation untermauert, stammt von Ale Galán selbst. Er spielt angeblich mit einem Schläger von etwa 380 Gramm ohne Schraubgewichte. Das ist schwerer als die Standardausführung, und die wahrscheinlichste Erklärung ist nicht zusätzliches Blei, sondern der Schaumstoff selbst: Ein dichterer, härterer Kern wiegt bei gleichem Volumen nun einmal mehr. Auf der Tour spielt Galán fast immer unter warmen Bedingungen, und dafür eignet sich dieser harte, schwere Schaumstoff perfekt. Er sorgt für maximale Kontrolle und Power genau in dem Moment, in dem ein weicherer Kern zu nachgiebig werden würde.
Achten Sie einmal darauf, wenn in kälteren Ländern gespielt wird. Dann scheint er eher zu einem weicheren, leichteren Kern zu greifen und fügt manchmal sogar Schraubgewichte hinzu, um sein gewünschtes Gesamtgewicht zu erreichen. Das ist zwar nicht eindeutig bestätigt, aber in verschiedenen Interviews gibt er selbst an, dass er je nach den Umständen zwischen dem härteren und dem weicheren Metalbone wechselt. Damit ist er der lebende Beweis für das Prinzip, um das es in diesem Testbericht geht: Der richtige Kern hängt davon ab, wie und wo man spielt.
Der Griff
Ein Detail, über das nur wenige Spieler sprechen, ist der Griff. In der Profiszene werden Griffe oft komplett maßgefertigt, aber Adidas liefert bereits ab Werk einen angenehmen Griff. Vor allem die etwas größere Butt Cap sorgt für einen festen, vertrauten Sitz in der Hand. Das gibt Halt bei vollen Schlägen und verhindert, dass sich der Schläger in der Hand dreht.
Fazit
Der Adidas Metalbone 3.5 2026 zeichnet sich durch die Kombination aus einem einstellbaren Balance-System, einer Auswahl aus zwei Kernhärten für unterschiedliche Bedingungen und einer Verarbeitungsqualität aus, die man in diesem Segment nicht überall findet. Das Ergebnis ist ein extrem stabiler Angriffsschläger, der mehr Kontrolle und Sicherheit bietet, als man von einem kopflastigen Diamant-Schläger erwarten würde – sowohl am Netz als auch in der Verteidigung.
Der Unterschied zum HRD+ liegt ausschließlich im Kern: Wählen Sie die Standardversion für moderate Temperaturen und etwas mehr Ballgefühl und den HRD+ für warme Plätze und ein härteres, direkteres Spielgefühl. Wer über eine saubere Technik verfügt und Punkte am Netz abschließen möchte, erhält mit beiden Varianten einen der vielseitigsten und am besten anpassbaren Power-Schläger in diesem Segment. Wenn du dir unsicher bist, welche Ausführung zu dir passt, hilft dir unsere Schläger-Auswahlhilfe weiter.






































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